Weiterbildungsmodul

Flucht und Trauma

In der Weiterbildung «Flucht und Trauma» setzen sich die Teilnehmenden mit den Lebensumständen von Menschen auseinander, die Krieg, Verfolgung und Flucht erlebt haben.

Dank differenzierten Hintergrundinformationen, Filmmaterial, Diskussionen und einfachen Übungen gewinnen die Teilnehmenden Sicherheit im Umgang mit Betroffenen.

Der Krieg hört für die betroffenen Menschen nicht einfach auf, wenn die Waffen schweigen. Die kriegerische Gewalt selber wie auch die Flucht vor dem Krieg hinterlassen oft tiefe Spuren. Die Folgen dieser Erlebnisse schütteln die Kriegsflüchtlinge auch beim Grenzübertritt nicht einfach ab.

Rund die Hälfte der in westliche Länder flüchtenden erwachsenen Personen leidet unter Traumafolgeerkrankungen. Auch Kinder und Jugendliche weisen häufig spezifische Anzeichen von psychosozialen und körperlichen Belastungen auf. Die Begleitung von und die Arbeit mit (jungen) Geflüchteten ist deshalb herausfordernd, denn Flüchtlingsarbeit ist immer auch Traumaarbeit.

Zielgruppe

Die Weiterbildung richtet sich an Personen, die sich beruflich (z.B. Sozialarbeit, Pädagogik, Betreuung) oder ehrenamtlich für Geflüchtete engagieren.

Ziele

Die Teilnehmenden

  • wissen, was ein Trauma ist und wie es entsteht
  • kennen die verschiedenen An- bzw. Erkennungszeichen eines Traumas und besondere Verhaltensweisen von Menschen, die traumatisierende Erfahrungen gemacht haben
  • erkennen mögliche Auswirkungen von Traumata auf die Betroffenen und ihr Umfeld
  • erarbeiten zusammen (mit Unterstützung einer Fachperson vom Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer, SRK) stabilisierende und ressourcenorientierte Handlungsmöglichkeiten für den Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen in Begleitsituationen und
  • lernen Massnahmen zur Selbstfürsorge und zum Selbstschutz kennen.

DozentInnen

  • Vormittag: Monia Aebersold, Fachexpertin, Abteilung Gesundheit, Schweizerisches Rotes Kreuz
  • Nachmittag: Psychotherapeut-/in des Ambulatoriums für Folter- und Kriegsopfer, Schweizerisches Rotes Kreuz

Kontaktperson

Monia Aebersold

Verantwortliche Bildung transkulturelle Kompetenz

Schweizerisches Rotes Kreuz, Abteilung Gesundheit, 3084 Wabern

Telefon +41 58 400 45 51

monia.aebersold@redcross.ch

Mehr Informationen zu Traumatisierung

Wissen – Angebote – Weiterbildungen

www.traumatisierung.migesplus.ch

Zielgruppe

  • Fachpersonen
  • Freiwillige

Datum

Donnerstag, 12. September 2019

9.00 - 17.00 Uhr          

Bitte anmelden bis 22.8.2019

Eventkosten

CHF475.00 

Veranstalter

Schweizerisches Rotes Kreuz

Lokalität

Pflegeheim Stadtpark
Hagbergstrasse 33
4600 Olten
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